Montag, Dezember 04, 2006



Letzte Woche hat sich die Mal wieder ein etwas größeres Unternehmen an der Uni blicken lassen. Es ist schon erstaunlich, wie schnell dann einen Marketingvorlesung mal so einfach zur Werbeveranstaltung wird. Und wenn dann noch nicht jeder der 40 Zuhörer überzeugt war, sich demnächst dort zu bewerben, gab es als Erinnerungsstütze noch einen kleinen Rucksack mit ein paar Annehmlichkeiten. In meinem befand sich jedenfalls eine Zahnbürste, Raumspray, Haarshampoo und Pringles. Möglich wäre auch noch eine Kombination aus Waschmittel, Zahnpasta und Deo gewesen.
Jedenfalls habe ich nun mal ausführlich Gebrauch vom Raumspray gemacht, rein Geruchstechnisch habe ich den Wohnwert wohl um mehr als 100% gesteigert. Allerdings hat sich dies recht schnell wieder ausgeglichen. Wenn ich den Zettel im Briefkasten richtig gedeutet habe, soll genau über mir eine Mobilfunkantenne für das gesamte Arrondissement errichtet werden. Da die Dinger nicht mehr in der Nähe öffentlicher Einrichtungen gebaut werden dürfen, ist die Wahl wohl auf die etwas schlechteren Wohngegenden gefallen. Vielleicht sollte das ein Zeichen sein, dass ich mich hier nicht mehr allzu lange aufhalten sollte, um die breiten Palette angebotener Krankheiten zu entkommen.
Außerdem hatte ich diese Woche mal Unterrecht in einem Saal, in welchem der Boden eingebrochen ist. Stellt sich doch glatt die Frage, wie so was geschehen konnte. Wie Löcher in Decken entstehen, hat ja der Physikunterricht gezeigt, aber wie macht man so etwas in einer BWL-Vorlesung? Kann man einen Studenten so in den Boden stampfen? Vielleicht hat ja die Leserschaft nen Vorschlag? Allerdings dauert die Reparatur hier keine 30 Jahre, nach einer Woche waren die Handwerker schon da und haben den Ursprungszustand wiederhergestellt.