Mittwoch, Oktober 31, 2007

 

Montag, Dezember 04, 2006

 



Letzte Woche hat sich die Mal wieder ein etwas größeres Unternehmen an der Uni blicken lassen. Es ist schon erstaunlich, wie schnell dann einen Marketingvorlesung mal so einfach zur Werbeveranstaltung wird. Und wenn dann noch nicht jeder der 40 Zuhörer überzeugt war, sich demnächst dort zu bewerben, gab es als Erinnerungsstütze noch einen kleinen Rucksack mit ein paar Annehmlichkeiten. In meinem befand sich jedenfalls eine Zahnbürste, Raumspray, Haarshampoo und Pringles. Möglich wäre auch noch eine Kombination aus Waschmittel, Zahnpasta und Deo gewesen.

Jedenfalls habe ich nun mal ausführlich Gebrauch vom Raumspray gemacht, rein Geruchstechnisch habe ich den Wohnwert wohl um mehr als 100% gesteigert. Allerdings hat sich dies recht schnell wieder ausgeglichen. Wenn ich den Zettel im Briefkasten richtig gedeutet habe, soll genau über mir eine Mobilfunkantenne für das gesamte Arrondissement errichtet werden. Da die Dinger nicht mehr in der Nähe öffentlicher Einrichtungen gebaut werden dürfen, ist die Wahl wohl auf die etwas schlechteren Wohngegenden gefallen. Vielleicht sollte das ein Zeichen sein, dass ich mich hier nicht mehr allzu lange aufhalten sollte, um die breiten Palette angebotener Krankheiten zu entkommen.

Außerdem hatte ich diese Woche mal Unterrecht in einem Saal, in welchem der Boden eingebrochen ist. Stellt sich doch glatt die Frage, wie so was geschehen konnte. Wie Löcher in Decken entstehen, hat ja der Physikunterricht gezeigt, aber wie macht man so etwas in einer BWL-Vorlesung? Kann man einen Studenten so in den Boden stampfen? Vielleicht hat ja die Leserschaft nen Vorschlag? Allerdings dauert die Reparatur hier keine 30 Jahre, nach einer Woche waren die Handwerker schon da und haben den Ursprungszustand wiederhergestellt.


Dienstag, November 28, 2006

 

Am Wochenende habe ich mal wieder meinem alten Brotgeber einen Besuch abgestattet. Es ist schon erstaunlich, wie groß doch so der Personalverschleiß sein muss. Ich habe gerade mal eine Person gesehen, die mir noch irgendwie bekannt vorkam und das war dann ausgerechnet auch noch ein Manager. Aber verwunderlich ist das ja auch nicht, aus den Lautsprechern läuft immer noch den ganzen Tag das gleiche Liedchen… Und falls dann das doch noch einer überstehen sollte, werden die hartnäckigen zu Testfahrten verpulvert. Zumindest war eine Achterbahn kurzzeitig gesperrt und durfte nur vom Personal benutzt werden.

Nichtsdestotrotz konnte ich dann aber doch noch mit allem fahren, was es so gibt. Ich habe mal ein nettes Bildchen aus Space Mountain 2 angehangen.


Montag, November 20, 2006

 



Anscheinend gibt es ja immer noch Leser auf meiner Seite, die seit Woche auf neue Einträge warten. Zunächst einmal habe ich noch mal schnell einige Bilder vom Heimatbesuch angefügt, die ja die Hauptleserschaft hier auch besitzt. Mittlerweile ist meine Bleibe auch wieder ganz bewohnbar geworden, theoretisch müsste ich jetzt auch die letzten Kronkorken gefunden haben…Hoffentlich hinterlässt mein nächster Besucher nicht ganz so viele Spuren, sonst sehe ich meine Kaution schon schwinden.

Ansonsten beschäftigt mich die Uni im Moment mehr, als sie eigentlich sollte. Im Prinzip sollte das hier ja mehr so eine Art Urlaubssemester sein und 4 Kurse sind eigentlich wirklich nicht zu viel. Auch das Niveau ist recht studentenfreundlich, zumindest bin ich hier immer noch ohne Taschenrechner ausgekommen, aber dafür gibt es mehr Beschäftigung als mir lieb ist. Reicht es nicht einfach einen Vortrag zu halten, oder warum muss es dann auch jeweils ein 15-seitiges Schriftstück dazu geben. Ich glaube es liegt daran, entweder eh kein Prof zuhört, oder die einfach verhindern wollen, dass zuviel Freizeit mein Budgetdefizit noch weiter wachsen lässt.

Außerdem näher sich hier jetzt die Studentenwahlen, sodass hier nun alles versucht wird, jeder Wähler zu mobilisieren. Abgesehen von kostenlosen Essen, waren die Woche ein Flugsimulator, eine Eislaufbahn und eine Art Paintballanlage aufgebaut. Es sah schon irgendwie komisch aus, wie auf einmal ein Teil der Uni zum Kriegsschauplatz wurde. Ich will gar nicht erst mutmaßen, welchen Titel die heimische Presse dafür gefunden hätte. Hier gibt es ja glücklicherweise einen Türsteher, der die Uni zur geschlossenen Gesellschaft macht.

Wie schon mal erwähnt, habe ich es ja nun aufgegeben, hier noch irgendwas von Frankreich mitzunehmen. Unter dem Strich, habe ich von meinen beiden Merde-Büchern mehr über Frankreich gelernt, als während meiner seltenen Zusammentreffen mit echten Einheimischen. Zumindest funktionieren die im Buch vorgeschlagenen Hinweise in Sachen Restaurantbestellung und es wirklich möglich auch mal was anderes als einen Espresso zu bekommen.


 





Mittwoch, Oktober 25, 2006

 

Mittlerweile habe ich es nun endgültig aufgegeben, hier noch auf echte Franzosen zu treffen. Stattdessen habe ich nun verstanden, warum mir meine Bank zur Kontoeröffnung einfach mal 50 Euro in Schecks geschenkt hat. Auf der Rückseite sind zwar ca. 30 Läden vermerkt, die diese Schecks nehmen, aber in der Realität habe ich erst 3 dieser Läden gefunden. Nachdem nun meine ersten Versuche fehlgeschlagen sind, diese Dinger wieder in Umlauf zu bringen, hat wenigstens der französische Dussmann namens FNAC dieses Zahlungsmittel akzeptiert. Vielleicht nicht ganz zweckgerichtet, habe ich mir nun erstmal „A year in the merde“ und dazu gleich noch“Merde actually“ gegönnt. Es geht in den Büchern um einen Engländer, der Paris mehr oder minder zu meistern versucht, oder besser gesagt Theorien entwirft, wie man am besten überlebt, ohne in den nächsten crotte de chien zu treten.

Bisher bin ich diesem Problem immer noch gut aus dem Weg gegangen und das ohne die wichtigsten Instinkte. Seit fast 4 Wochen rieche ich nicht mehr, aber vielleicht ist das auch besser so, denn laut Aussage einiger Mitmenschen stinkt die ganze Stadt zurzeit.


Mittwoch, Oktober 18, 2006

 


































So…dann mal wieder was Neues von mir. Wie zumindest die Liebenwalderfraktion mitbekommen hat, hatte ich in den letzten Tagen Besuch aus der Heimat. In folge dessen bin ich nun endlich mal dazugekommen, 3 Tage durchweg Tourist zu sein und mal ein paar neue Sachen hier zu entdecken. Abgesehen davon, dass so eine warme Mahlzeit pro Tag ziemlich kostspielig sein kann. Unter 10 Euro, selbst im schäbigsten Imbiss ist da nichts zu machen. Komischerweise schmeckt so eine Pizza irgendwie jedoch viel besser in diesen Läden, wo ich jederzeit vermute, die nächste Kakerlake könnte gleich über meinen Teller laufen. Vielleicht war auch der Schimmelkäse auf der Pizza kein wirklicher Edelkäse, aber zumindest hat es mein Magen vertragen. Vielleicht lag das auch am erhöhten Acoolkonsum (hierbei muss ich mal anmerken, dass der Plymouth Gin trotz aller Prozente recht gut mundet), jedoch ist der Konsum in der Öffentlichkeit so weit wie möglich verboten und wenn nicht, lauert ständig eine Taschenkontrolle, sei es der Louvre oder Eiffelturm. In diesem Zusammenhang ist mir ein nette Verbotsschild aufgefallen (siehe Foto), was auch meistens befolgt wird. Die einzigen wirklichen Trinker sind noch die ca. 50 Leute, die in der Nähe meiner Metrostation auf der Verkehrsinsel zelten.

Ansonsten habe noch schnell ein Bild von der Grande Arche mitten im Wirtschaftszentrum hochgeladen. In Anbetracht der riesigen Gebäude ringsum, wirkt der Versuch eines modernen Triumpfbogens fast gar nicht mehr größenwahnsinnig.

Außerdem noch mal ein Foto, welches die tolle Luftqualität zeigen dürfte. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob es nur an der Luft liegt, aber zumindest hat mich nun schon wieder eine Erkältung erwischt. Diesmal schiebe ich es mal einfach auf die aus Deutschland eingeschleppten Krankheitserreger meines Gastes… Vielleicht vertrage ich auch einfach nicht diese viel zu warme Oktoberwetter. 24 Grad sind einfach zu viel für die Jahreszeit

Montag, Oktober 09, 2006

 



Alors, so langsam kommt es mir hier so vor, als vergeht die Zeit irgendwie schneller und das, obwohl ich ja theoretisch nicht allzu viel zu tun haben müsste. Vielleicht lag das auch daran, dass ich mehr oder weniger versucht habe, meine Atemwegserkrankung schlafend auszukurieren. Zum Arzt will ich hier nicht gehen, egal, ob der mir helfen kann oder nicht, müsste ich erstmal bezahlen und auf den anschließenden Papierkrieg an meine Krankenkasse kann ich liebend gern verzichten.

Unter der Woche habe ich die Franzmänner jetzt auch endlich mal bei ihrem Volkssport ablichten können. Wenn ich die Zeitungen richtig gedeutet habe, gibt es hier jetzt fast jeden Tag irgendeinen Streik, vor allem hat gibt es hier mehrere Gewerkschaften pro Betrieb und daher findet das so oft statt. Interessant wird das Ganze wohl erst Mitte November, dann will der gesamt ÖPNV die Arbeit einstellen. Mal sehen, ob hier dann das totale Chaos ausbricht, oder wie sich die Menschen dann fortbewegen. Vielleicht muss man auch einfach Mitleid mit den armen öffentlichen Angestellten hier haben, so wie ich gehört habe, haben die nur noch 10 Wochen Urlaub pro Jahr und werden jetzt erst mit 55 frühverrentet. Zumindest ist das auch die Erklärung, warum hier 90% der Leute in öffentlichen Bereich arbeiten wollen.

Außerdem habe ich unter der Woche auch die Tücken der hiesigen Waschsalons gemeistert. Abgesehen davon, dass dieses Ding in der allerletzten Seitenstraße liegt und quasi nur noch von Leerstand und verfallenen Häusern umgeben ist, hat mich das innere dann noch überrascht. Es war erstaunlich sauber und ich konnte mich ohne Ekel überwinden, meine Wäsche in die Waschmaschine zu tun. Und ob man es glaubt, oder nicht, ich hab die Wäsche auch wirklich sauber bekommen, ohne neue Farbtöne zu entdecken, oder mich zu fragen, wie mein Haar auf einmal meterlang werden konnte.

Ebenfalls habe ich mal 2 Fotos aus meiner näheren Umgebung angehangen. Auf solchen Bilder sieht die Gegend irgendwie besser aus. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb sich sogar ab und zu mal ein Schiffchen mit Touristen auf diesem Kanal verirrt, wo es wirklich nichts zu sehen gibt.

Als weiteres ist mir aufgefallen, das hier ein striktes Schleichwerbeverbot im Fernsehen existieren muss. Nicht nur in den Reportagen, sondern sogar in den Nachrichten wird sobald ein Markenname auftaucht das Ganze unkenntlich gemacht. Wenn ich mich nicht total irre, mache die so was sogar in machen Filmen.

Mehr Geschreibsel ist heute nicht möglich, ich muss jetzt erstmal meinen Internetaufenthalt hier beenden. Vielleicht schaffe ich es ja mal unter der Woche was zu verfassen…


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